Das neue Virtual.Lab Rev. 10 ist am 1. März 2011 offiziell vorgestellt worden. Im Vergleich zu früheren Versionen zeichnet es sich durch eine Vielzahl neuer Algorithmen und Solver aus. Novicos stellt die wesentlichen Neuerungen auf dieser Seite zusammen.
Die hier vorgestellten Berechnungsroutinen wurden von Novicos in Testmodellen und in hierfür geeigneten Industrieprojekten verwendet. Novicos vertreibt im Auftrag von LMS das Programm Virtual.Lab und betreut dann die Programmanwender. AML (Automatically Matched Layer) : Der AML-Ansatz stellt die Weiterentwicklung der bereits in der Version Rev. 9 verfügbaren PML-Bedingung dar. Anstelle der IFEM-Modellierung mit halbunendlichen Elementen übernimmt ein mit orts- und frequenzabhängigen Dämpfungseigenschaften ausgestatteter Abschluss des konventionellen FEM-Netzes die ankommenden Schallwellen. Sie werden dort vollständig aufgenommen, wodurch sich Halb- und Freiraumbedingungen mit der Akustik-FEM schnell darstellen lassen. Während bei PML der schalldämpfende Abschluss tatsächlich mit Hilfe von ausgewählten und gruppierten Elementen modelliert werden muss, erübrigt sich dies im Fall von AML. Hierdurch werden die Phase der Modellaufbereitung stark verkürzt und die Modellgröße wesentlich reduziert, womit sich deutliche Zeitersparnisse ergeben. MUMPS-Solver (Multifrontal Massively Parallel Sparse Direct Solver : Dieser besonders schnelle FEM-Solver trägt zur Reduzierung der Rechenzeiten bei. VATV (Vibro-Akustische Transfer-Vektoren) : Sie stellen eine weitere erwähnenswerte neue Funktionalität von Virtual.Lab Acoustics Rev. 10 dar. Diese neue Technik erweitert den vorteilhaften Ansatz der ATV (Akustische Transfer Vektoren) um den Effekt der Struktur-Fluid-Wechselwirkung. Die besonders hohe Effizienz des ATV-Ansatzes ist jetzt auch für gekoppelte Probleme verfügbar. Temperatur-Mapping : Der Einfluss veränderlicher Temperatur auf das Schallfeld kann durch die Anpassung der Fluideigenschaften an den gegebenen Temperaturverlauf berücksichtigt werden. Im neuen Virtual.Lab sind Routinen vorhanden, die Anwender sowohl bei der Übertragung eines gegebenen Temperaturfeldes in ein Akustik-FEM-Modell unterstützen als auch für die entsprechende automatische Definition der Fluideigenschaften sorgen.
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